Mittwoch, September 12, 2007

Terrorabwehrdebatte

Wie ein hysterischer Hühnerhaufen erscheinen mir im Augenblick unsere Politiker, die sich zu Sicherheitsfragen und Terroristenbekämpfung zu Wort melden.

Unsere freie, westliche Welt muss verteidigt werden, dabei werden bedenkenlos Errungenschaften aufgegeben, die in den letzten Jahrhunderten erst den Übergang von einer absolutistischen Monarchie göttlichen Ursprunges zu einer aufgeklärten, weltanschaulich neutralen, demokratischen Republik ermöglicht haben.

Habeas Corpus, die "Bill of Rights" wurden zwar nicht offiziell aufgehoben, aber durch Guantanamo faktisch der staatlichen Willkür geopfert.

Der Grundsatz, dass Gesetze allgemeine Geltung haben müssen und nicht für Einzelfälle geschaffen werden dürfen, scheint vergessen. Alles konzentriert sich auf Islamisten, Moslems, Konvertiten. Da können die Kurpfälzer Separatisten noch eine Zeit lang ungestört ihr Süppchen kochen.

Mehr Verbote, mehr Überwachung, mehr Kontrolle lauten die Standardrezepte für mehr Sicherheit. Der Phantasielosigkeit dieser Forderungen stehen Menschen gegenüber, die mit diabolischem Einfallsreichtum, durch den Kauf eines Flugtickets, das Einschmuggeln von Teppichmessern und Fanatismus, der westlichen Welt ein Trauma zugefügt haben, das noch lange nachwirken wird.

Ob Unkraut-Ex, Wasserstoffperoxid oder Anthrax. Gefährliche Stoffe sind leicht verfügbar, leicht herzustellen, oder erst in Kombination zweier harmloser Komponenten eine heikle Mischung. Platte Verbote werden zu nichts führen. Kriminalistischer Spürsinn und Phantasie sind gefragt.

Die "freie" Welt ist schon so sensibilisiert, dass nicht erst die Drohung mit geplanten Anschlägen, die Alarmglocken läuten lässt, sondern bereits die Erwähnung bestimmter Namen und Schlüsselwörter, etwa: Osama, Reichstagkuppel, Dschihad, Terrorcamp.

In diesem Sinne, ein freundliches Servus nach Pullach und how ya'll doin' nach Arlington Langley.

in Arlington befindet sich der Heldenfriedhof der USA, in Langley die CIA-Zentrale

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