Dienstag, Oktober 07, 2008

Ein Bon, kein Bonbon



Ich gestehe, das war mein Mittagessen heute. Das ist allerdings keine Nachricht wert.

Schauen wir auf die ausgewiesene Umsatzsteuer, dann kann der Fachmann/die Fachfrau/das FachES stutzig werden. Ich habe das Essen zum Verzehr vor Ort gekauft. Das freundliche Faktotum hinter der Kasse fragte nicht einmal "Für hier, oder zum Mitnehmen ?"
Hätte ich das Essen mitgenommen, wäre der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % zutreffend gewesen. Da ich meine Burger vor Ort verzehrt habe, hätten 19 % gebucht werden müssen.

Wofür allerdings die 0,06 Euro für den Regelsteuersatz angefallen sind, ist mir schleierhaft. Nach meinem Dafürhalten habe ich doch durchweg Nahrungsmittel erworben. Selbst wenn es das Ketchup wäre, so fände ich 0,39 Euro zu hoch und es ist schließlich auch mit 0,00 Euro ausgewiesen.

Ich werde mir in Zukunft meine Kassenbons öfter sehr genau anschauen.

Kommentare:

  1. Jaja, das ist tatäschlich lustig, wenn man sich in der langen Schlange zur Mittagszeit die Besteuerungsgrundlagen vom geschulten Kassenpersonal erklären läßt. Wenn man dann noch zu mehreren ist, die sich alle interesiert, aber unwissend an der Diskussion beteiligen, dann kann man den Laden lahmlegen.
    Und wenn dann noch ein EU-Ausländer dabei ist, der darauf besteht, daß "ausländische UMsatzsteuern" halt korrekt ausgewiesen sein müssen und den Anschein erweckt, Ahnung zu haben ...

    Alles schon erlebt.

    AntwortenLöschen
  2. Auch Getränke außer Haus sind mit 19% besteuert. Das Faktotum hat einfach nur die Taste für "Außen" gedrückt. Speisen sind damit mit 7% besteuert, Getränke aber trotzdem mit 19%.

    AntwortenLöschen
  3. Da gehe ich öfter hin. Ein 0,4 l Getränk für 39 Cent !

    AntwortenLöschen
  4. Dass in den Menüangeboten der Fast-Food-Ketten der "rechnerische" Getränkepreis eben wegen der USt lächerlich gering ist, ist doch nichts neues.
    Genausowenig wie gewisse halboffizielle Anweisungen an das Personal, doch öfter mal "zum Mitnehmen" zu drücken. Wurde angeblich auch mal durch die Finanzverwaltung mit dutzenden Probekäufen nachgewiesen...

    AntwortenLöschen