Mittwoch, März 02, 2011

Unerträglicher Populismus

Der türkische Ministerpräsident Erdogan wird für seine Düsseldorfer Rede am 27.02.2011 von vielen Seiten heftig kritisiert. Ich halte es da lieber mit Herrn Polenz (CDU) "Viele Sprachexperten betonen, man müsse zunächst seine Muttersprache beherrschen, bevor man sich die des Landes aneignet, in dem man lebt"

Würde ich in China leben, wäre ich bestrebt meinen Kindern die deutsche Sprache beizubringen- das kann ich nämlich. Zum Erlernen der Sprache des Gastlandes wäre nicht ich der geeignete Ansprechpartner, sondern beispielsweise der Kindergarten. Dorthin schicke ich meine Kinder nicht vor deren 3. Lebensjahr. Sprechen lernen Kinder aber deutlich früher!

Die Aussage von Herrn Altmaier, ebenfalls CDU, "Wenn man Erfolg in der Schule möchte, in der Berufsausbildung, dann muss man von frühester Kindheit an Deutsch lernen. Denn ohne deutsche Sprache ist dieser Erfolg nicht möglich" ist zwar nicht völlig falsch, sie verkennt jedoch das grundlegende Bedürfnis einer zweifelsfreien Kommunikation zwischen Kindern und ihren Eltern, die meines Erachtens in der Sprache stattfinden muss, die von den Eltern perfekt beherrscht wird.

Hier wird ein Wind gemacht, reflexartig kritisiert ohne nachzudenken. Schade!

Kommentare:

  1. Jain, solange die Kinder türkischer Migranten sich abkoppeln, können sie nicht genügend deutsch lernen und vermasseln dadurch die Schule. Vor einigen Jahrzehnten war das anderst.
    Da gab es nicht so viele Türken und die türkischen Kinder spielten mit den deutschen Kindern und lernten die Sprache.

    Was mich wirklich stört ist der Vergleich Deutschlands mit Lybien.
    Was will Erdogan wirklich ?
    Wählerstimmen !
    auch wenn das einen diplomatischen Scherbenhaufen bedeutet.

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  2. Ich beziehe mich auf diese Aussage Erdogans:
    "Türkische Kinder sollten erst Türkisch lernen, bevor sie sich mit Deutsch abmühen".

    Diesen Ansatz halte ich für richtig und zwar aus den oben genannten Gründen.

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