Donnerstag, März 29, 2012

Unfähiger und unverschämter Paketzusteller im Auftrag von GLS

Meine Kollegin hatte Visitenkarten bestellt, die sie dringend am Abend des 27.03.2012 benötigte. Hierfür erhob der Versender einen Eilzuschlag auf die Versandkosten.

Die Firma GLS wurde damit beauftragt, das Päckchen zuzustellen.
Den ganzen  Dienstag wartete die Kollegin wie auf glühenden Kohlen, um am Mittwoch, nachdem es zu spät war, zu erfahren, dass der unfähige Fahrer das Päckchen nicht in der Anwaltskanzlei im 1. Stock, sondern in einem Spielwarenladen im Erdgeschoss abgegeben hatte.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Einzelfall, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Gegenüber dem Vertragspartner wurden die unnütz aufgewendeten Eilzustellungskosten gerügt.

Heute erschien der Paketzusteller von GLS und forschte nach dem Verbleib der Sendung. Nachdem er erfahren hatte, dass das Päckchen, wenn auch zu spät, die Kanzlei erreicht hatte, war für ihn die Welt wieder in Ordnung.

Er verlangte eine Bestätigung auf seiner Handrollkarte.

Meinen Hinweis, dass das Problem nicht im Verlust der Sendung, sondern der Art und Weise der Übergabe bestünde, nahm er achselzuckend entgegen.

Also habe ich den Fahrer gebeten, eine Mitteilung an GLS entgegenzu nehmen und diese sogleich diktiert.

Nachdem diese Notiz ausgedruckt war, unterschrieb ich die Handrollkarte.

Kaum hatte dieser unverschämte Mensch seine Unterschrift, wurde er frech. Er lehnte die Entgegennahme der Notiz ab, wir sollten sie doch mit der Post schicken; er habe weder Zeit noch Lust sie entgegen zu nehmen.

Mit gleicher Post werden wir uns nunmehr bei GLS über deren Subunternehmer beschweren. Dem Herrn, der sich so kundenfreundlich verhalten hat, wünsche ich bereits für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.


P.S: Ich bin mir bewußt, dass die Paketausfahrer ein lächerliches Entgelt pro Sendung bekommen und daher unter ständigem Zeitdruck stehen. Ein derartiges Verhalten kann und darf man sich jedoch nicht bieten lassen.


Kommentare:

  1. Das ist alles Zeitverschwendung. Lassen Sie das. Am Ende gibts nen Gutschein für einen Freiversand und gut ist es. Das stört dort keinen Menschen. Meiden Sie demnächst Angebote, bei denen mit GLS versendet wird. Bei Hermes ist es übrigens ähnlich.

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  2. Ach, das kann man doppen. Ich hatte eine Bestellung letztes Jahr im Versandhandel am 15.12., am 20.12. war eine Abholadresse im Briefkasten. Dort sagte man mir, daß die Sendung wieder zurückgeschickt wurde, denn sie war ja schon seit 09.12. bei ihnen und wurde nach 7 Tagen an den Versender geschickt.
    Wenn das nicht die Überwindung von Zeit und Raum ist??

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  3. Das kann ich, zumindest was Hermes betrifft, nicht bestätigen. Man kennt sich mittlerweile so gut, dass schon 'Auslieferungen' auf dem Supermarktparkplatz stattgefunden haben, wo man sich beim Einkaufen zufällig getroffen hatte. Sowas spart natürlich Zeit, Geld und Nerven. Trotz allem freundlichen Umgang gibt es aber bspw. grundsätzlich das Ablegen hinter dem Hause NUR, wenn eine entsprechende Vollmacht tatsächlich unterschrieben(!) und für den Einzelfall vorliegt. Es kommt also immer darauf an, wie professionell und gleichzeitig pragmatisch der Zusteller ist. Hier ist Ihre Kollegin offensichtlich an ein besonders dämlich-dreistes Exemplar geraten....

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  4. Bei DHL wird es auch schlimm, seit sie schlechtbezahlte Subunternehmen anstellen. Der unterschreibt bei uns die Lieferung immer selbst und hat letztlich zwei Monitore geliefert und viele andere Pakete dabei gehabt. Die hat er beim Versuch das Büro zu betreten zweimal gegen die Türkante gehauen und dabei zwei Pakete runtergeworfen, die oben drauf lagen. Zum Glück waren die nicht für uns...

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  5. Man bekommt, was man bezahlt. In Zukunft sollte die Kollegin eben woanders bestellen. Sicher haben Sie dem GLS-Beauftragten kein Honorar für Botendienste gezahlt.

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  6. Stimmt, wir sind ja auch nicht Vertragspartner von GLS, sondern Empfänger der Sendung.

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  7. Warum wenden Sie sich dann nicht an den Vertragspartner mit ihrer Reklamation?

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  8. Das habe wir den Ökopsychlogen aus den 70' zu verdanken, die von nicht autoritärer Erziehung predigten. Wie soll der Paketfahrer ausüben, was sein Eltern schon nicht taten. Der Paketfahrer selbst, verlässt sich auf jeden Fall darauf, daß die anderern Ihm die Zuverlässigkeit engegenbringen, die er an anderen nie ausüben würde. Das sind die Menschen von Heute.

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