Donnerstag, Juli 28, 2016

Offener Brief an die Post

Sehr geehrte Damen und Herren, vor ca. 10 Tagen habe ich für mich, meine Ehefrau und meine drei Kinder einen Nachsendeauftrag erteilt, weil ich umgezogen bin. 5 Namen ist schon viel und kann zur Verwirrung führen, wenn unter der alten Anschrift auch noch der selbe Nachname verblieben ist. Aber, werte Damen und Herren, das ist ihr Problem, wie Sie das lösen. Ich habe in Form der Gebühr meinen Teil der Abmachung erfüllt. Sie nicht. Heute erhielt mein 10-jähriger Sohn fünf an ihn umadressierte Postsendungen. Davon war je eine für meine Ehefrau und eine für mich. Drei waren aber ursprünglich an Personen gerichtet, die nach wie vor unter der alten Anschrift wohnen und auch dort zeitnah ihre Post erhalten wollen. Fehler Nr. 1

Ich wollte die Sache rasch und auf dem kurzen Dienstweg regeln und begab mich zur ehemaligen Hauptpost in Heidelberg, wo mir ein Schaltermitarbeiter in Postuniform mitteilte, dass ich bei ihm an der falschen Adresse(!) sei.
Wegen Beschwerden beim Nachsendeauftrag sollte ich mich doch bitte an die Post in München wenden, dort die Auftragsnummer angeben und am besten schriftlich. Er trage zwar eine Postuniform, sei aber Angestellter bei Pen & Paper.
Ich nenne das Irreführung. Ich gebe die Nachsendeauftragsnummer jetzt nicht an, da ich sie schlicht nicht zur Hand habe. Da die Menschen, die mir an meine alte Adresse schreiben diese Nummer auch nicht zur Hand haben, schließe ich messerscharf, dass mein Name alleine ausreichen dürfte, um den zutreffenden Vorgang zu ermitteln.

Gerne können Sie mein Anliegen auch im Internet nachlesen, unter http://philorama.blogspot.de/2016/07/offener-brief-die-post.html

Mit freundlichen Grüßen

Philipp C. Munzinger

Kommentare:

  1. Bei Ihnen im Unternehmen läuft bestimmt alles absolut reibungslos und Sie und Ihre Mitarbeiter arbeiten immer fehlerfrei? ;-) Je größer das Unternehmen, je mehr Menschen sind beteiligt und umso mehr Fehler passieren.

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  2. Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, ich möchte mich beschweren, weil mein Verfahren so lange dauert. Wie jetzt, dafür sind Sie nicht zuständig, sondern der Richter? Sie haben doch auch im Gerichtssaal eine schwarze Robe an gehabt.
    Also klären Sie das mal. Ein Aktenzeichen habe ich auch gerade nicht zur Hand, aber Sie können sich doch erinnern, es war Saal 5 im Gericht.

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  3. @1.:
    Komisch: Bei uns passieren auch viele Fehler, sehr viele Fehler. Wir haben es uns seit Jahren zur Aufgabe gemacht, daß keine schwerwiegenden Fehler passieren und die Fehlerquellen ausgemerzt werden. Daher merken Außenstehende regelmäßig nichts von unseren Fehlern.

    Mit Ihrer Erklärung sind alle Fehler zu entschuldigen. Nein, die meisten Menschen sind nicht mehr bereit, die Fehler der Großunternehmen zu tolerieren. Die Fehler resultieren nach meiner Einschätzung aus der fehlenden Bereitschaft in Mitarbeiter zu investieren.

    Letztlich ist aber auch Ihr Hinweis falsch. Zählen Sie doch bitte die im Beitrag geschilderten Fehler. Die vielen unsäglichen Fehler des Mitarbeiters bei "Pen&Paper ;-)" werten wir nur als einen Fehler.

    Und nun, ohne den Herrn Gauß zu bemühen: Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, daß eine derartige Kette von Fehlern bemerkt wird?

    Mit anderen Worten: Bei uns war ein (sehr netter) Zusteller tätig, der _offensichtlich_ Analphabet war. Wir haben dann im Haus die Post verteilt. Umso mehr Fehler passieren?

    Schmarrn! Der Fisch stinkt vom Kopfe her! Anständige Löhne, Sorgfältigste Auswahl des unteren und mittleren Managements und derartige Fehlerketten passieren nicht. Es gibt (auch große) Unternehmen, die machen es vor.

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  4. Die Post ... ein Fass ohne Boden ....

    Wir haben ein Postfach in dem regelmäßig (!) Briefe anderer Leute liegen. Die Schaltermitarbeiter in der Post sind, wie oben bereits angemerkt, nicht zuständig und verweisen auf das Beschwerdemanagement, welches damit komplett überfordert ist. Man versichert uns immer wieder, es handelt sich nur um Einzelfäll(e) ... ja, ganz bestimmt. Auf die Frage, wie viele an uns gerichtete Briefe wohl in anderen Postfächern landen ernten wir nur Achselzucken.

    In einem anderen Fall bestellten wir für einen Auftrag Technik, welche wir unbedingt zur Abwicklung benötigten. Die Sendungsverfolgung zeigte, das Teil ist im Zustellfahrzeug verladen worden und das wars dann. In der Folge viele Telefonate mit dem, wieder komplett überforderten Beschwerdemanagement. Jede(r) erzählte irgendwas und was anderes. Jeder versprach, das Teil kommt "heute" noch. Und jeden Tag wartete ich vergebens. Der eine MA versprach dann wieder einen Rückruf bis spätestens Nachmittags um den Verbleib zu klären, da ich dieses ja auch von einem Postzustellzentrum abholen würde. Wir brauchten die Technik wirklich dringend. Nachdem kein Rückruf kam, ich erneut angerufen. Dieser MA meinte dann, natürlich ruft keiner zurück, es ist ja Samstag Nachmittag. Auf meine Frage, warum er dann ans Telefon gehe kam nur nichtssagendes Geblubber. Ende der Geschichte: Am Tag vor dem Einsatz bin ich dann persönlich nach Weiden in der Oberpfalz gefahren, um das Teil direkt beim Hersteller zu holen. Etwa zehn Tage nach dem angekündigten Liefertermin schaffte es dann auch die Schneckenpost -> Annahme verweigert. Der Zusteller meinte nur trocken: "Ich hab schon erwartet, daß so etwas kommt." Angeblich hatte das erste Zustellfahrzeug eine Panne.

    Sorry, es fehlt nicht nur an den Mitarbeitern; das Beschwerdemanagement konnte uns noch NIE in irgend einer Weise helfen. Noch nie. Es fehlt an der Organisation der Geschäftsprozesse insgesamt. Welche natürlich auch wieder von MA implementiert werden.

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