Dienstag, Juni 30, 2015

Warum wir den Euro erhalten müssen?

Ich war 2001 bei Einführung der Euronoten skeptisch. Wie soll eine Währungsunion ohne politische Union gut gehen?, fragte ich damals.

2014 bin ich zu der Einsicht gekommen, die Abschaffung des Euro wird teuer.

2015 frage ich mich, was wird teurer, den Euro zu behalten oder ihn abzuschaffen.

Ich sehe keine Vorteile. Internationaler Handel hat stets einen Weg gefunden, sich gegen Währungsrisiken und Kursschwankungen abzusichern.

Touristen haben auch stets andere Länder bereist.

Europa kann nicht mit der Brechstange vereinigt werden.

Wenn der Euro eine so vorteilhafte Errungenschaft wäre, warum finden dann seit mehr als 5 Jahren ständig Krisengipfel statt, um seine Unzulänglichkeiten zu beseitigen?

Kommentare ausdrücklich erwünscht.

Kommentare:

  1. >>Europa kann nicht mit der Brechstange vereinigt werden.<<
    Jene, für die diese Europäische "Union" gedacht ist, nämlich die Menschen, sind in weiten Teilen noch nicht einmal gefragt worden, ob sie denn außer einer Wirtschaftsgemeinschaft auch eine politische Union wollen. Jene, welche sich in einer ersten Abstimmung ablehnend zeigten wie die Iren wurden so lange bearbeitet und gekauft, pardon, gepampert, bis sie dem unverschämten Druck der Bonzokratie nachgaben. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist in dieser "EU" tot wie ein Dodo. Eine demokratische Legitimation der "Kommissare" (Lenin lässt grüßen!) gibt es nicht, sie werden nicht von den Staatsvölkern gewählt und sind auch nicht abwählbar. Das Europaparlament, jedenfalls die Schwatzbude die als solche bezeichnet wird, hat noch nicht einmal das eigentlich originäre Recht eines jeden Parlamentes zum Einbringen von Gesetzesvorlagen. Da sind die Nordkoreaner besser dran...
    Der Euro, die als Klammer und alles geraderichtende gedachte Gemeinschaftswährung, war ein entsetzlicher Flop, der Massenarbeitslosigkeit und somit bei vielen Jugendlichen in Spanien, Italien, Portugal, Griechenland die absolute Hoffnungslosigkeit zur Folge hatte.
    Es wird mittlerweile bei den für nichts verantwortlichen Verantwortlichen mehr Zeit damit vertan, von einer Krisensitzung zur anderen zu rennen als sich dem Gedeihen der EU zu widmen. Und inzwischen treibt die Bürokrakie ihr unheimlich heimliches Unwesen durch Kungeleien mit Industrie und Lobbyisten. Diese "EU" hat sich an der schieren Anzahl der Mitgliedsstaaten überfressen und steht vor dem Platzen. Und das ist auch gut so.

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  2. Der Hauptgrund für den Euro war die entfallende Wechselkosten - von dem vor allem wir als Exportland profitieren.
    Innerhalb der EU gibt es somit keine Kursschwankungen mehr, deren Entwicklungen vorher aufwendig abgeschätzt und in die Preise einkalkuliert werden mussten.
    Das war sehr aufwendig und teuer und verteuerte die Produkte somit.
    Dieser Kostenfaktor entfällt somit im Handel innerhalb der Eurozone.

    Die Krisen haben oft Ursachen die mit vorhergehenden Geldverdienen verbunden sind.
    Die global wirkende Immobilienkrise der Amis 2008 beruhte auf viel zu leicht vergebene Kredite - man hat sich auf den Handel mit teilweise faulen Krediten eingelassen und anfangs damit viel Geld verdient - bis das ganze wie ein Kartenhaus zusammenstrürzte.
    Die Folgen bekamen auch die meisten europäischen Länder zu spüren.
    in Spanien führte das zu einer eigenen Immobilienkrise. Das führte dort zu beträchtlichen zusätzlichen Problemen.

    Die Krisen sind dementsprechend nicht die Schuld des Euro.
    Nur bei Griechenland ist es etwas anderst.

    Insgesamt gesehen sehe ich keinen Grund, der gegen den Euro sprechen würde. Außerhalb Griechenlands funktioniert der Euro hervorragend.

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    1. Dank des "Euro" sind Krisen einzelner Staaten auf dem Gebiet von Wirtschaft und Finanzen nicht mehr zu lösen. Was früher quasi "mikroökonomisch" korrigiert werden konnte kann es heute nicht mehr. Überall mischt sich die Administration der "EU" ein, pragmatische Lösungen gibt es nicht mehr. Alles muß ganz großes Kino sein. Der Zeitpunkt ist nicht fern, an welchem die Müllmänner in Hamburg das Plazet irgendwelcher Berlaymontknechte brauchen werden, um zum Pinkeln gehen zu dürfen.

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