Mittwoch, Dezember 19, 2007

Einführung eines neuen Qualitätsmerkmals für Kanzleien oder MitarbeiterInnen

Das Phänomen ist zwar nicht neu, es wurde allerdings bislang noch nicht populär-wissenschaftlich aufgearbeitet. Was bewegt die Mandanten dazu, in eine bestimmte Kanzlei zu gehen, was gibt den Ausschlag für eine erfolgreiche Bewerbung einer erfahrenen ReNo-Gehilfin ?

Wer jetzt sagt, es seien fachliche Gründe, der oder die irrt gewaltig.

Der Kaffee oder auch Caffè ist DAS entscheidende Kriterium. Denn ob der Anwalt gut ist, ob der Fachanwaltstitel tatsächlich ein Indiz für eine bessere Betreuung ist, das zeigt sich meistens erst am Schluß.

Die Tasse Kaffee oder Caffè bei der ersten Besprechung, als einfacher Kaffee, Espresso, Cappuccino oder formvollendeter Latte Macchiato dargereicht, das lässt sich sofort auf Qualität, Geschmack, Stil und Lebensart hin überprüfen.

Und somit wären wir bereits beim zweiten Teil der nur scheinbar Zusammenhangloses vereinenden Einleitung.

Denn wem obliegt in den meisten Büros diese verantwortliche Verrichtung des Brühens, Abfüllens und Servierens der mannigfaltigen Spielarten des schwarzen Elixiers ?

Den wichtigsten Menschen im Büro überhaupt, die den Cheffes den Rücken freihalten, für sie lügen und flunkern, immer freundlich sein müssen, auch wenn's mal wieder schwerfällt - den Fachangestellten.

Und nun sage jemand, die Kaffeezubereitung sei doch keine Kunst, das sei ein gewohnheitsrechtlich abgesicherter Besitzstand, dass diese Aufgabe zum prägenden Berufsbild gehöre. Das mag gegolten haben, als in den meisten Büros eine einfache Filterkaffeemaschine stand.

Dank Microchips und Innovationsfreude der Hersteller gibt es heute Geräte, deren Bedienungsanleitung leicht den doppelten Umfang der Kanzleisoftware-Handbücher erreichen.

Die ReNo-Gehilfin mit Schwerpunkt Zwangsvollstreckung war gestern. Heute sind es Fertigkeiten im Umgang mit einer Saeco Royal Cappuccino oder Delonghi ESAM 3600 um nur einige zu nennen. Auch der Grundstoff selbst, ist schon lange nicht mehr das einfach zu handhabende braune Mehl.

Es gibt Maschinen für ganze Bohnen, Tabs, Pads oder Kaffee-Mehl, dann allerdings nur in einer bestimmten Körnung.

Vergessen wir also, zumal vor den Feiertagen, die ganze Juristerei und wenden uns den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu.

Wohl bekomm's.

Nachtrag: Kreuzberger hat in den Kommentaren diesen interessanten link hinterlassen.

Vielen Dank dafür, zeigt es mir doch, dass ich nicht ganz falsch liege.

Kommentare:

  1. Also, ein(e) ReNo sollte sich zuallererst unbedingt mit Jura auskennen. Zusatzkenntnisse in Elektra oder Wega sind natürlich förderlich.

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  2. Die hier zitierte Ausbildung der ReNo -Fertigkeiten entspricht schon gutem Mittelklasse-Niveau. Es soll aber Kanzleien geben, die liegen darüber:
    http://tinyurl.com/ys6uer

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  3. Ich kann mir ja üüüberhaupt nicht vorstellen, wer dieser "Kreuzberger" ist.

    Naja, gut, das war gelogen ...

    Eigentlich dacht ich, er sei der Anlass für diesen Beitrag :-)

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  4. Kaffee schmeckt nicht. Also gibt es bei mir auch keinen.

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