Donnerstag, Juni 09, 2011

Kinder fragen, Politiker handeln

Ich fahre mit meinen Kindern durch einen Tunnel.
"Papa, was passiert, wenn ein Blauwal hier herein kommt, macht der dann alles kaputt?"
Ja, ein Blauwal könnte mit seiner Schwanzflosse den Tunnel zerstören!
Ich frage weiter, "wo soll denn der Blauwal herkommen?"
Die Kinder sind ratlos, aber wenn...? Das ist unmöglich, sage ich.
Und so weiter und so fort...

Und was machen unsere Politiker?
In Japan wird durch ein Erdbeben von 9,0 ein Tsunami ausgelöst, durch den die Sicherheitsvorkehrungen im AKW von Fukushima ausfallen, es kommt zum Super-GAU.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Erdbeben von 9,0 in Deutschland einen Tsunami auslöst, durch den die hiesigen AKW außer Kontrolle geraten, ist mindestens so hoch wie der Blauwal im Tunnel.

Mit einem Unterschied: Wir verabschieden uns von der Atomenergie, während Tunnel auch weiterhin ohne Sicherheitsvorkehrungen gegen randalierende Blauwale gebaut werden.

Kommentare:

  1. NICHTS IST UNMÖGLICH!
    Sie verängstigen mich.
    Ich muß jeden Tag einen Tunnel befahren.
    Und wenn jetzt doch ein Blauwal kommt?


    (Wie hieß es doch früher so schön: Daß in Cattenom was passiert, ist so unwahrscheinlich wie daß in Luxemburg der Turm von der Kathedrale abbrennt.)

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  2. Jetzt aber gleich die Denkstruktur von Kindern beizubehalten ist doch etwas zu konsequent...
    Erklären Sie Kindern mal warum diese nie wieder nach Hause dürften oder nur in die Nähe...erklären Sie warum Tiere mit mehr oder weniger Gliedmassen auf die Welt kommen...erklären Sie den Kindern doch mal wie angeblich die Flugzeuge im World Trade Center gelandet sind...erklären Sie warum das in Deutschland nicht möglich sein soll...

    Ich glaube die Kinder haben längst verstanden, dass Atomkraft nicht sicher ist und nicht sicher sein kann.Möglich, dass die Fehlerquote gering ist. Die Auswirkungen sind allerdings nicht abschätzbar falls doch etwas passiert. Deswegen gibts auch keine Versicherungen für Atomkraftwerke. Erklären Sie sich mal warum...

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  3. "Und wenn jetzt doch ein Blauwal kommt?"

    @Anonym


    Wahrscheinlich materialisiert sich zu genau dieser Zeit auch noch ein Petunientopf, und beide diskutieren lauthals darüber, dass sie im falschen Kontext beleuchtet würden und verschwinden mit einem >Puff<....

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  4. Ach, gar kein Problem. In die StVO pflegen wir zwischen Verkehrszeichen 256 und 258 noch VZ 257 ein, "Verbot für Blauwale", und das hängen wir am Eingang des Tunnels auf.

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  5. Blauwale gibt es nicht, aber bei Flugzeugabstürze, Anschläge oder einfachem menschlichen Versagen ist die Wahrscheinlichkeit schon viel höher. Und wir "spielen" dann mit einem sehr hohen Einsatz !

    Einer Ihrer "dümmsten" Kommentare. Sorry !

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  6. "Blauwale gibt es nicht,"
    "Einer Ihrer "dümmsten" Kommentare"

    Also, auch wenn hier keiner weiß, worauf sich das bezieht, passen diese beiden Aussagen harmonisch zueinander.

    "Blauwale gibt es nicht,"

    Das muß man sich zweimal gönnen.

    Herrlich!

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