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Montag, Februar 07, 2011

Nicht mal am Sonntag kann ich in Ruhe .TV gucken

Ich habe mir gestern "Der Graf von Monte Christo" mit Gerard Depardieu auf "Das Vierte" ansehen wollen. Dieser Sender lebt von Werbeeinnahmen und hat den Film daher durch Werbeblöcke unterbrochen ausgestrahlt.

Dabei wurde ich von der bekannten Stimme eines Walter Freiwald auf den Inhalt aufmerksam gemacht- Teleshopping. Unter Allessauber.TV, diskont.tv, preishit.tv, etc. werden Küchenmesser, Gemüsehobel, Haarentferner, Tierkrallenschneider angepriesen. Herr Freiwald, Sie sind freischaffender Künstler, werden für derartige Präsentationen bezahlt. Wissen Sie eigentlich wer Sie bezahlt?

Die Kunden werden getäuscht, unter zeitlichen Druck gesetzt. Es seien nur noch soundsoviele Einheiten auf Lager (es handelt sich um Aufzeichnungen), nur heute gäbe es ein supertolles Schnäppchen, Gratiszugaben werden beworben (gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr). Und wer steckt hinter diesen Marktschreiern?

Die DMS Trading GmbH aus der Schweiz.

Seit Ende November 2010 rufen mich tagtäglich mehrere Geschädigte an, ich bekomme e-mails zu Hauf. Und warum?

Darum:

http://philorama.blogspot.com/2011/01/dms-trading-gmbh.html

http://philorama.blogspot.com/2010/11/strafanzeige-gegen-dms-trading-gmbh-ch.html
http://philorama.blogspot.com/2010/12/ehrlich-wahrt-es-am-langsten.html
Und objektiv, weil nicht von mir: http://facto24.de/2010/12/10/dms-trading-gmbh-beschwerden-uber-versteckte-zusatzkosten/

Wenn mir so der Sonntagabend versaut wird, versaue ich euch euer schmutziges Geschäft!

Freitag, Dezember 10, 2010

Ehrlich währt es am Längsten

Heute Nacht hatte ich einen Traum. Wie kann ich mit wenig Aufwand ganz schnell viel Geld machen?

Ich wälzte mich von einer Seite meines Bettes auf die andere, bis mir die Erleuchtung kam.

Zunächst erfinde ich ein überschaubares Artikelsortiment und lasse es professionell bewerben und vermarkten. Außer den Prototypen, die in der Werbung zu sehen sind, benötige ich noch einige billigere oder abweichende Modelle, die ich den Kunden zusende, gegen Vorkasse, Nachnahme oder Kreditkarte versteht sich. Und selbstverständlich kommen noch Versandkosten, Bearbeitungsgebühren, Versicherungsbeiträge und Kontoeinrichtungskosten hinzu

Natürlich sind die Kunden nicht so leicht zu blenden. Mit einer Rücksendequote von 90% ist daher zu rechnen. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits ist meine Gewinnspanne bei den nicht retournierten 10% immens, andererseits erhalte ich die Möglichkeit, die retournierten Artikel an neue Kunden zu versenden, ohne neue Ware hierfür erwerben zu müssen.

Aber auch die 90% unzufriedenen Kunden bringen mir Umsatz und Gewinn. Denn statt einer Beschwerdehotline zum Normaltarif, biete ich eine überteuerte Sonderrufnummer an. Mein geschultes Call-Centerpersonal wird jeden Anrufer so lange vertrösten und hinhalten bis der vorgegebene Gesprächskostenbetrag erreicht ist. Je wütender der anrufende Kunde ist, um so besser.

Sendet der Kunde die Ware zurück, mache ich eine Wertminderung geltend und gewähre eine Gutschrift von maximal 50 Prozent des ursprünglichen Warenbestellwertes, die nur mit der nächsten Bestellung verrechnet werden kann.

Auch hier stelle ich fest, dass ein gewisser Anteil resigniert die Segel streichen wird. Dieses Geld ist mir sicher, ohne dass dem Kunden ein Nutzen verbleiben wird.

Andere werden sich wieder an die Hotline wenden und mein Konto mit Telefongebühren erfrischen.

Ganz Wenige werden sich trotz des eklatanten Missverhältnisses zwischen Streitwert und Kostenrisiko anwaltlicher Hilfe bedienen, nun ja so ganz ohne Aufwand ist eben kein Geschäft zu führen. Sollen sie doch ihr Geld zurück erhalten.

Und wenn ich mein Modell lange genug ausgereizt habe, mache ich den Laden dicht und unter neuem Namen und unter neuer Anschrift wieder auf. Wer einmal Blut geleckt hat, versucht es immer und immer wieder.

Ich wache schweißgebadet auf. Mit so schmutzigen Tricks will ich meine Familie nicht ernähren. Und wenn mich mein Sohn fragen sollte, wie man es schafft reich zu werden, dann sage ich ihm:

Ehrlich, mein Sohn, währt's am Längsten!



Sie glauben, das gibt es nicht? Gibt es leider doch...