Samstag, November 14, 2009

Echt Geniales System

Am Samstag zu IKEA zu gehen, ist sicher nicht der ideale Zeitpunkt; sei's drum.

Es gibt neuerdings sog. Express-Kassen, an denen die Kunden die Ware selber scannen und mittels Karte bezahlen können. Das System soll wohl schneller, einfacher und billiger sein, als das herkömmliche mit Kassenkraft, die scannt und kassiert.

Was mir aufgefallen ist; der Laden war sehr gut besucht, es hatten sich lange Schlangen vor den Kassen gebildet. Trotzdem waren nicht alle Kassen besetzt. Das könnte ich vielleicht noch verstehen.

ABER:

An den sog. Express-Kassen standen ein oder zwei Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen um den Kunden oder Kundinnen den Umgang mit dem Scanner oder der Scannerin zu erklären (ich hoffe die Wortwahl ist politisch korrekt genug).

Und vor dem Ausgang waren weitere Mitarbeiter damit beschäftigt, die Einkaufswägen der Kunden zu überprüfen, ob tatsächlich alles gescannt und bezahlt wurde, was da so der Heimat entgegen gefahren wurde.

Ich hätte es deutlich besser empfunden, wenn dieser Personaleinsatz dazu verwendet worden wäre, die geschlossenen Kassen zu besetzen und so den Durchlauf zu erhöhen.

Aber diese Idee ist wohl viel zu einfach, als dass eine Unternehmensberatungsfirma daruf kommen könnte.

Ich Könnte Etwas Anderes

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Kommentare:

  1. Das ist mir ebenfalls schon aufgefallen, obwohl hier in Berlin meist nur ein 0,5 bis 1 Mitarbeiter bei den sog. "Expresskassen" steht.

    Die meisten Kunden brauchen auch etwas Anleitung, so zumindest meine mehrmaligen Beobachtungen.

    IKEA hat aber wohl eine andere Strategie im Kopf. Die durchschnittliche IKEA-Besucherin ist ja gewöhnlicherweise zu 50 % schwanger, d. h. es werden wohl mehrere Besuche fällig. Heute mal das Bettchen, morgen ein Bürostuhl, usw. Siehe dazu auch die IKEA-Familienkarte, die darauf auch baut, dass sich junge Familien komplett eindecken bei IKEA.

    Wer einmal das System verstanden hat, kommt tatsächlich schneller durch bei den Expresskassen. Für IKEA haben diese Expresskassen noch den Vorteil, dass dort nur bargeldloser Verkehr möglich ist.

    Abschließend lässt sich sagen, dass es IKEA wohl gut verstanden hat, den Verwaltungsaufwand auf den Kunden zu übertragen (nachdem schon die Montage dem Kunden übergeben wurde). Wenn sich dann auch der Gewöhnungseffekt der breiten Massen einstellt, werden die Expresskassen wohl ein guter Erfolg werden.

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  2. *g*
    IKEA Mannheim?
    Hab's auch gesehen...

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  3. Hochbetriebzeit kenne ich zwar nicht, aber..

    Vor einiger Zeit habe ich mir mal ungefähr eine ganze Palette eines bestimmten Regaltyps (neeee nicht Billy) besorgt und da mein Auto nur ein begrenztes Fassungsvermögen hat musste ich dementsprechen öfter fahren.

    Während dieser Tage war ständig ein Expresskassenbereich geöffnet. Ein Mitarbeiter ist immer mal an den vier Plätzen zum Zeigen rumgesprungen, einer stand im Endbereich (= 2 Mitarbeiter für 4 "Kassen") und ich schätze mal noch jemand in einem Kontrollraum, der aber vermutlich auch mehrere Expressbereiche im Blick haben könnte.

    Ab dem zweiten Mal war zwischen rein- und rausschieben aus dem Expressbereich vielleicht eine Minute vergangen (das EC-System braucht etwas lange zum überlegen). Das eine Mal als kein Expressbereich offen war, hat die Kassiererin (+ EC-System) länger gebraucht und zudem war das Warten auf einen freien Platz länger, weil an den normalen Kassen eben auch normale Wagen mit vielen Kleinteilen abgefertigt werden.

    Solange sich also die Kunden nicht zu doof anstellen und z.B. so blöd stehen, dass sie zwei Plätze oder den Weg nach draußen versperren oder völlig technisch unbegabt sind sind Expressbereiche meiner Meinung ein geeignetes Mittel zur schnellen Abfertigung insbesondere bei wenigen und großen Stücken wie in einem Möbel-, Bau- oder Großhandelsmarkt. Und mit zu vielen Teilen soll man sich eh an die normalen Kassen stellen, die dafür auch sehr viel besser geeignet sind.

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  4. kurzfristig gesehen erscheint die Forderung plausibel, langfristig gesehen sorgt IKEAs Lösung für weniger Zeitaufwand und kürzere Schlangen; wenn nämlich das Gros der Kunden irgendwann in der Lage ist, das zeug selbst zu scannen.
    ist dieses typische "Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern."

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  5. Letztens wurde ich in der Schlage der Bedienkassen wartend aufgefordert doch Zeit zu sparen und die Expresskassen zu benutzen. Auf meine Frage wie hoch denn der Rabatt sei, wenn ich die Arbeiten des Personals übernehme kam leider keine Antwort...

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