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Freitag, September 20, 2019

Wenn es doch wahr wäre ...

Man findet in der Post einen Brief voll mit bunter Werbung. Man möchte diese in den Papierkorb entsorgen und dabei wird der Blick von einer Zahl gefangen.

250.000 EUR

Diesen Betrag könnte man mit etwas Glück gewinnen, wenn die zugewiesene Glückszahl mit der vorab gezogenen Glückszahl übereinstimmt.
Und siehe da, das Glück ist mir hold. Alle neun Ziffern stimmen überein, sogar in der richtigen Reihenfolge.


Also ab damit in die Post, bald können die Sektkorken knallen - und wenn sie durch die Decke gehen, was soll's?


Doch gemach. Zu verschenken hat keiner etwas, schon gar nicht eine Viertelmillion Euros.

Derartige Gewinnbenachrichtigungen zielen nur auf eines ab. Ist die angeschriebene Adresse noch aktiv? Fällt der angeschriebene Glückspilz in das Beuteschema?

Antwortet man auf diese Schreiben, wird die Werthaltigkeit des vorliegenden Datensatzes bestätigt. In der Folge wird der Briefkasten mit Werbung und dubiosen Angeboten nur so geflutet.
Vom versprochenem Gewinn sieht man gar NICHTS, nada, niente, nothing, rien.

Und gaaaaaaanz gefährlich ist der 2. Schritt. Im Kleingedruckten der Gewinnspielbedingungen ist nämlich versteckt, dass ein glücklicher Gewinner seine Identität mittels einer Kopie seines Personalausweises nachweisen muss.



Spätestens dann sind dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.
Daher mein Rat, entsorgen Sie derartige Schreiben im Papierkorb und lassen Sie sich nicht von hohen Beträgen verwirren.


Mittwoch, April 10, 2013

Bitte, bitte, bitte! Nehmt mein Auto und sperrt mich hinter Gitter

Wie u.a. die Rhein-Neckar-Zeitung aus Heidelberg berichtet, hat ein Autofahrer auf der A5 zwischen Darmstadt und Heidelberg am Morgen des 10. April 2013 einen Reisebus auf einer Strecke von ca. 20 km mehrfach ausgebremst, indem er sich immer wieder mit seinem Wagen vor den Bus setzte und anschließend sein Tempo drosselte.

Der Busfahrer tat das einzig Richtige und alarmierte noch während der Fahrt die Polizei.
Diese erwartete den rabiaten Fahrer an einer Ausfahrt, worauf dieser zunächst die Flucht ergriff. Wenig später gelang es der Polizei den Mann zu stellen.

Bei der Überprüfung staunten die Beamten nicht schlecht, denn dem PS-Akrobaten war bereits 1996 die Fahrerlaubnis entzogen worden.

Nun, liebe Kinder, darf sich der böse Onkel auf ein Strafverfahren wegen Nötigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis freuen. Denn außer über die selten große Dummheit dieses Menschen gibt es eigentlich nichts zu lachen.

Dienstag, Juni 09, 2009

Wahlpflicht

Lieber Herr SPD-Politiker Thießen,

ich begrüße ihren Vorschlag, jeden Bürger, der von seinem Wahlrecht nicht Gebrauch macht, mit einer Geldbuße von € 50 zu belegen, ausdrücklich. Denn dieser Vorschlag bedeutet das Ende der Wirtschaftskrise.

Etwa 500 Millionen EU-Bürger waren jüngst dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Hiervon haben nur ca. 260.000.000 tatsächlich gewählt.

Das ergibt ein potentielles Bußgeldaufkommen in der EU von 12 Milliarden Euro.

Um diese beizutreiben müssten 240 Millionen Anhörungsschreiben verschickt werden, dies bedeutet etwa 125.000.000 Euro an Portokosten, die auf diese Weise die Subventionshaushalte zur Unterstützung notleidender Briefbeförderer entlasten könnten. Allerdings sollten die Anhörungsschreiben auf klimafreundlichem Papier mit ungiftiger Tinte gedruckt werden.

Ferner müssten Heerscharen von Sachbearbeitern eingesetzt werden, da mit Einwendungen bei etwa 41 Prozent der Empfänger oder deren Erben gerechnet werden muss.

Wie das Abschneiden der Piratenpartei überdies zeigt, gibt es neben wenigen guten Gründen Wählen zu gehen und vielen Gründen nicht Wählen zu gehen, noch die Möglichkeit einer Protestwahl.

Um nun die Wahlpflicht nicht zur Farce werden zu lassen oder gar durch die Abgabe vorsätzlich ungültig gemachter Stimmzettel zu umgehen, sollte der Grundsatz der allgemeinen, gleichen, freien und geheimen Wahlen moderat angepasst werden, indem der Wahlvorgang künftig moderiert, also von (finanziell) unabhängigen Hilfspersonen überwacht und begleitet werden könnte.

Statt lästiger Urnengänge und dem Umgang mit Papier und Bleistift hinter verhüllten Wahlkabinen, böte sich nach Altersgruppen gestaffelt ein öffentliches Kandidatencasting mit Televotefunktion, eine öffentliche Abstimmung nach dem Hammelsprungsystem oder die Vergabe von Mandaten im Rahmen von Tagesausflügen und Butterfahrten an.

In jedem Fall würde die Überwachung der Wahlpflicht einen solchen personellen und finanziellen Aufwand verursachen, dass sämtliche Rettungsschirme obsolet wären, wenn nur die richtigen Ideen umgesetzt und von flankierenden Maßnahmen begleitet werden würden.

Dienstag, April 14, 2009

Das Gericht will unser Geld nicht

Über den Umgang von Gerichten mit Bargeld bzw. Verrechnungsschecks hatte ich bereits berichtet. Heute kann ich ein weiteres Kapitel aufschlagen.

In Baden-Württemberg sind zwar die Gerichtskostenmarken auf dem Rückzug, Verrechnungsschecks werden nur in ungeknicktem, ungeklammerten und einwandfreiem Zustand angenommen, aber seit einiger Zeit können Gerichtskosten auch als Lastschriftermächtigung entrichtet werden.

Letzte Woche habe ich Klage an ein Gericht in Rheinland-Pfalz erhoben und statt eines Schecks oder aufgeklebten Euro-Banknoten eine "Ermächtigung zum Einzug von Forderungen durch Lastschriften" beigefügt.

Und was erhalte ich heute ?
Eine Zahlungsaufforderung. ja-wollll !
....
Den Betrag können Sie wie folgt bezahlen:
  • Durch Überweisung oder Einzahlung auf folgendes Konto....
  • Gerichtskostenstempler oder Gebührenstempler
Es lebe der Föderalismus.

Donnerstag, März 12, 2009

Eine echt seriöse e-mail - sieht anders aus

Von: rosea(at)epix.net
An:mail(at)promo.co.uk
Betreff:Contact For More Details
Datum:Thu, 12. Mar 2009 10:18:00 +0000

Attention,

E-mail ID has won the sum of £1,000,000.00 GBP in the ongoing online British promotion 2009. Lucky No:11-19-24-29-39-42-{59}. Respond to this e-mail with Lucky No for details.
info(at)blpclaimsoffice.com

Thank You
Susan Betty

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Eine Rose A. Epix schreibt an einen Promo Couk.
Ich hätte bei einer Lotterie 1.000.000,00 britische Pfund gewonnen und soll mich an blp- Anspruchsbüro wenden.
Und das teilt mir eine Frau Betty mit.

Etwas mehr Diskretion hätte ich mir schon gewünscht.
Jetzt fehlt blos noch einer, der sagt, Ludwigshafen läge nicht in Hessen.

Mittwoch, März 11, 2009

Hurra, ich habe gewonnen ! Nur was ?

Friedrich Müller (R)
Postfach 519
1011 Wien

verschickt über

Rechtsbüro
Mag. J.E. Schollmeier

lustige Infobriefe:

Die Zuerkennung ihres 60.000 (Sechzigtausend) Gewinnwertguthabens ist bestätigt!

Es ist mir eine Ehre, Ihnen im Auftrag von Friedrich Müller (R) offiziell zur Zuerkennung ihres 60.000 (Sechzigtausend) Gewinnwertguthabens zu gratulieren!

Das vorab ermittelte Gewinnergebnis ist vom Notar bestätigt und von rechts wegen endgültig. Sie, Herr Ludwig Hafen-Hessen, haben auch zweifelsfrei und garantiert ein 60.000 (Sechzigtausend) Gewinnwertguthaben erreicht. Damit sind Sie rechtmäßiger 60.000 (Sechzigtausend) Gewinnwertguthabenträger. Jeder Irrtum und Widerruf sind ausgeschlossen. Stellen Sie sich vor: 60.000 !!!
...
blablabla
...
Jedoch unter der dringenden Voraussetzung, dass Sie beiliegenden Zahlschein mit der Expressgewinnausfolgungsgebühr von € 50,- innerhalb von 2 tagen zur Einzahlung bringen. In diesem Zuammenhang habe ich Sie darauf hinzuweisen, dass bei Unterlassung die unmittelbare Expressgewinnzustellung am 27.03.2009 nicht möglich ist.
...
Mit vorzüglicher Hochachtung
Mag. J.E. Schollmeier
Rechtsbüro Unterschrift daneben Stempel:

Details siehe beiliegende Teilnahmebedingungen
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Ich habe meine Mandantschaft zur Polizei geschickt. Auf der Rückseite entpuppt sich diese Gewinnbenachrichtigung als Gutschein im Wert von 2 x € 250,00 für eine Reise für 2 Personen in der Nebensaison in die Türkei.

Der Absender ist nicht eindeutig zu identifizieren.
Es fehlt eine Anschrift.
Es fehlt vor allem eine Angabe 60.000 WAS ?
Kartoffeln, Reiskörner, Reichsmark, Euro ???
"Stellen Sie sich vor: 60.000 !!!"
Hier wird bewußt ein Irrtum erregt, um die Empfänger zur Überweisung von € 50 (!) - hier ist die Währung eindeutig angegeben- zu veranlassen für etwas, was keiner haben will.
Das nenne ich Betrug.

Donnerstag, November 27, 2008

Erbschaftssteuer - die Urheber

Wer nachlesen möchte, welche Mitglieder des Bundestages mit ihrem Namen für oder gegen die Neufassung des Erbschaftssteuergesetzes gestimmt haben, kann dies hier nachlesen. (Jedenfalls in Kürze, der Verfasser am 27.11.2008 um 12:29 MEZ)

Eine Reform ist ja wörtlich genommen eine Umgestaltung. Von Verbesserung sagt der Begriff gerade nichts. Aber auch eine Verunstaltung ist eine Änderung der äußeren Form.

Vielleicht wollte das Parlament aber auch nur den Sachverstand von 8 Bundesverfassungsrichtern anzapfen und hat deswegen ein Gesetz verabschiedet, das förmlich nach einer Richtervorlage oder Verfassungsbeschwerde riecht.

Es gibt Ereignisse, die in mir den Wunsch wecken, bei der Wahl über die Zusammensetzung des Bundestages oder eines Landtages gezielteren Einfluss nehmen zu können, als dieses bei einer modifizierten Listenwahl der Fall ist.

Montag, September 29, 2008

Glanzleistung

Das muss man der SPD schon lassen, die CSU verliert in Bayern satte 17 Prozentpunkte und die Sozialdemokraten schaffen es nicht, auch nur eine einzige Stimme mehr zu holen als vor 5 Jahren. Respekt.

Börsentechnisch gesprochen hat die Abwärtstendenz des bayerischen SPD-Kurses eine Bodenbildung gefunden.

Donnerstag, September 25, 2008

Verständnis

Der Kollege Siebers berichtet hier unter Verweis auf die Augsburger Allgemeine über einen Zahnarzt, der einer säumigen Patientin kurzerhand die Kauwerkzeuge entfernt hat, nachdem er erfolglos monatelang auf die Begleichung seiner Rechnung gewartet hat.

Nachdem ich selbst einmal 2005 einen Zahnarzt zu einer Strafverhandlung begleitet habe, bei der die ehemaligen Patienten wegen Eingehungsbetruges angeklagt waren, diese den Zahnarzt noch über den grünen Klee gelobt haben, einer Verurteilung durch Zahlung eines auf die Rechnungen anzurechndenden Wiedergutmachungsbetrages entgangen sind, aber bis heute noch mehrere hundert Euro schulden, also ich dieses Pack kenne, habe ich echte Sympathie mit dem Zahnarzt. Dessen Gläubiger, Dentallabore, Mitarbeiter, Vermieter,Finanzamt, Sozialleistungsträger und Lieferanten fragen ja auch nicht lange nach ihrem Geld.

Dienstag, Juli 15, 2008

DIE Promi-Hochzeit der Woche

"Nach zehn Jahren glücklicher und wilder Ehe und den Geburten von drei wunderbaren Söhnen wollen wir uns endlich trauen und auch als Ehepaar alles gemeinsam meistern."

Ich gratuliere ganz herzlich zu dieser besonderen Meisterschaft und wünsche Ihnen beiden in diesem Fall, dass die Partie in die permanente Verlängerung geht, ohne dass am Ende ein Elfmeterschießen die (Ent-)Scheidung herbeiführen muss.